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Nebenwirkungen beim Fasten

Fasten ist eine große Umstellung für den Stoffwechsel, die Verdauungsorgane, das Herz-Kreislauf-System und nicht zuletzt für die Psyche. Diese oft völlige Abkehr von Alltagsgewohnheiten fordert schon Einiges vom Fastenden. Da ist es ganz verständlich, dass Körper und Geist auch mit entsprechenden Symptomen reagieren. Diese Symptome fallen umso stärker aus, je mehr sich die Fastenart von den bisherigen Ernährungsgewohnheiten unterscheidet. Wer sich aus präventiven oder therapeutischen Gründen für eine Fastenkur entscheidet, muss abwägen: Welches Ziel soll erreicht werden, wie weit geht die eigene Bereitschaft zum Verzicht und welche Nebenwirkungen beim Fasten können individuell toleriert werden? Nachfolgend soll ein wenig Entscheidungshilfe geleistet werden.

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Typische Nebenwirkungen beim strengen Heilfasten

Strenge Fastenformen verzichten über einen Zeitraum von 7 bis 21 Tage völlig auf feste Nahrung. Die Energiezufuhr ist extrem reduziert und es wird lediglich kalorienarme Flüssigkeit wie Wasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees sowie Obst- und Gemüsesaft aufgenommen. Diese Fastenform ist medizinisch anerkannt als Heilmethode bei bestimmten Erkrankungen und zur Prävention. Typische Vertreter sind das Buchinger Fasten oder das recht ähnliche Fasten nach Dr. Helmut Lützner. Der Stoffwechsel verändert sich völlig, die Verdauungstätigkeit wird quasi eingestellt.

Ziel ist das umfassende Entschlacken des Organismus, das Stärken der Selbstheilungskräfte und das Zurückführen des Geistes auf das eigene Zentrum. Es können dadurch Kopfschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit und Erbrechen, Kreislaufprobleme, Heißhungerattacken und teils starke Stimmungsschwankungen auftreten. Diesen Nebenwirkungen des Fastens wird durch vorgeschaltete Entlastungstage und eine gründliche Darmreinigung (auch als „Abführen“ bezeichnet) während der Fastenzeit begegnet. Auch moderate Sportarten, Maßnahmen wie Leibwickel oder Darmmassagen, Entspannungstechniken, Wellness-Anwendungen sowie Gespräche helfen über die schwierigsten Momente hinweg.

Weniger Nebenwirkungen beim sanften Heilfasten

Auch verschiedene sanftere Heilfastenkuren gelten als anerkannte Heilmethoden. Dazu zählen die Schroth-Kur (Verzicht auf tierisches Eiweiß, Fett und Salz), das Fasten nach F. X. Mayr (Milch-Semmel-Diät) oder nach Hildegard von Bingen (Fastensuppe auf Dinkelbasis). Hier ist die Nahrungszufuhr zwar stark eingeschränkt und die Gesamtkalorienmenge sehr gering, es werden aber nicht nur flüssige Mahlzeiten aufgenommen. Der Verdauungstrakt bekommt also zumindest ein wenig Arbeit. Allerdings ist auch hierbei beispielsweise das Abführen mit Glaubersalz fester Bestandteil der Kur, da die genannten Nebenwirkungen ebenfalls auftreten können – allerdings etwas abgemildert. Heißhungerattacken treten kaum auf. In ihrem gesamten Ablauf sind die gemäßigten Heilfastenkuren dem strengen Fasten vergleichbar. In beiden Fällen treten die Nebenwirkungen übrigens vornehmlich zu Beginn der Fastenkur auf und sind bald wieder verschwunden. Sie weichen einem leichten, angenehmen Körpergefühl und einem anhaltenden Stimmungshoch durch vermehrte Ausschüttung des Glückshormons Serotonin.

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Fasten „light“ – praktisch ohne Nebenwirkungen

Vor allem unter dem Gesichtspunkt, sich allgemein wohler und vitaler zu fühlen und Krankheiten vorzubeugen, sind verschiedene gemäßigte Fastenformen entstanden. Dazu zählen alle Fastenkuren, die zwar auf bestimmte Nahrungsmittel verzichten, aber über den Tag verteilt fast normale Mahlzeiten liefern. Aktuell in aller Munde ist beispielsweise das Basenfasten, das eine Harmonisierung des Säure-Basen-Haushalts zum Ziel hat und komplett auf sauer wirkende Lebensmittel verzichtet. Diese rein vegetarische Ernährungsform, die meist über 14 Tage eingehalten wird, lässt keinen Heißhunger aufkommen und ist kulinarisch durchaus angenehm zu gestalten. Dennoch kann auch das Basenfasten Nebenwirkungen haben. Da der Ballaststoffgehalt der Gerichte recht hoch ist, kann der Magen-Darm-Trakt anfangs beispielsweise mit Blähungen reagieren. Auch das Ayurveda-Fasten oder Metabolic Balance®  fallen in die Kategorie des Fastens durch Weglassen bestimmter Nahrungsmittel.

Auch eine „Nebenwirkung“: die Pfunde purzeln

(Heil-) Fastenkuren haben nicht das primäre Ziel, Gewicht abzubauen. Da alle Fastenkuren aber mehr oder weniger stark kalorienreduziert daher kommen, ist die Gewichtsabnahme eine der „Nebenwirkungen“, mit denen zu rechnen ist – und die meist recht gerne in Kauf genommen wird. Der angenehme Effekt ist allerdings schnell wieder verschwunden, wenn nach der Fastenkur das alte Ernährungsmuster wieder aufgenommen wird. Wird das Fasten aber als Einstieg in eine vollwertige, bewusste und kalorienangepasste Ernährung verstanden, kann die neue schlanke Linie auch dauerhaft gehalten werden. Wer gezielt Gewicht abbauen will und aus diesem Grund eine Fastenkur plant, wählt am besten eine der verschiedenen, nebenwirkungsfreien Reduktionskostformen.